Seit einigen Jahren kommt jeden Sommer die gleiche Durchsage im Radio: wieder ein neuer Hitzerekord.

Überall sieht man vertrocknete Wiesen und rissige Böden, die von unzähligen vertrockneten Blättern bedeckt sind. Die andauernde Hitze ist nahezu unerträglich geworden. Nicht nur für die menschliche Gesundheit, sondern auch für alle Tiere und deren Lebensraum können solche Extreme schnell gefährlich werden. Hohe Temperaturen und Trockenheit sind in diesem Jahr (leider) wieder auf einem Rekordhoch. Aber nicht nur Dürren verbreiten sich hierzulande – das genaue Gegenteil haben wir letztes Jahr durch die Überflutung ganzer Städte erlebt.

Jeder bemerkt also: die Folgen des Klimawandels sind bereits deutlich zu spüren – auch bei uns. Doch wie schlimm ist es aktuell wirklich? Hierbei kann ein kleiner Überblick zu aktuellen Ereignissen, Zahlen und Vergleichswerten helfen.

Die auffällige Sommerhitze in Kombination mit der Dürre in diesem Jahr spiegelt sich zum Beispiel auch in den Ausmaßen der Waldbrände wider: Stand jetzt sind im Jahr 2022 in Europa 660.000 Hektar an Wald verbrannt. Besonders betroffen sind die Mittelmeerländer wie Spanien, Italien und auch Portugal. Jedoch kommt es auch in Deutschland zu sehr vielen Waldbränden durch die permanente Trockenheit: bis zum 13. August 2022 sind bereits 4.239 Hektar an Wald durch die Brände vernichtet worden. Das sind 10% mehr als im gesamten Waldbrand-Rekordjahr 2018.

Dürre, Extremtemperaturen und Waldbrände zählen zu den Naturkatstrophen und werden unter dem Begriff klimatologische Ereignisse zusammengefasst; Überschwemmungen bezeichnet man als hydrologische Ereignisse. Allein auf globaler Ebene haben sich die klimatologischen Ereignisse seit 1980 mehr als verdoppelt, die hydrologischen Ereignisse sogar verachtfacht. In Deutschland lassen sich die bereits spürbaren Veränderungen in Bezug auf das Klima auch mit Zahlen belegen. Seit 1881 ist die allgemeine Temperatur um +1.5°C und der Meeresspiegel um 40cm gestiegen. Die Anzahl der heißen Tage, wobei hier nur Tage mit einer Temperatur von mindestens 30°C berücksichtigt werden, hat sich seit 1951 mehr als vervierfacht, wohingegen sich sowohl die Eistage, als auch die Schneetage halbiert haben.
Auch die Häufigkeit des Starkregens ist besorgniserregend: von knapp 300 Ereignissen mit einer Dauer von bis zu 9 Stunden im Jahr 2001 ist die Anzahl auf 1200 Ereignisse im Jahr 2018 angestiegen. Und im Sommer letzten Jahres ist in Deutschland ganz besonders deutlich geworden, welches Risiko langanhaltender und immer wiederkehrender Starkregen mit sich bringt, als mehrere tausend Menschen sogar ihr Zuhause verloren, weil es bei der Flut mitgerissen wurde. Naturkatastrophen sind nicht nur unglaublich gefährlich, sondern auch unfassbar teuer und um die Schäden zu beheben, dauert es oft einige Monate, wenn nicht sogar Jahre.

Schlussendlich können wir alle unseren Beitrag leisten, damit der Klimawandel verlangsamt und der Schaden durch Naturkatastrophen eingedämmt werden kann. Und diese Ziele kann man am besten mit einer nachhaltigeren Lebensweise erreichen. Manche Dinge lassen sich hierbei einfacher umsetzen als andere, wichtig ist jedoch, dass Maßnahmen ergriffen und Zusammenarbeit sowie Zusammenhalt gefördert werden. Es ist Zeit zu Handeln, denn: Die Zeit rennt.

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Comments

  1. sehr informativer Artikel! 🙂

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