Vor allem in der momentanen Zeit ist Fast Fashion nicht nur in der Kleidungsbranchen, sondern auch in allen anderen Branchen zu erkennen. Immer mehr Geschenke werden gekauft und das vor allem online. Doch was ist das Problem an Fast Fashion?


Ist die Modeindustrie außer Kontrolle geraten? Auf der Modenschau vor wenigen  Wochen vorgestellt, steht morgen die Kleidung im Verkaufsraum eines großen  Modehändlers. Designer von Modeketten arbeiten fleißig daran, die neuesten  Modetrends so schnell wie möglich in ihre Läden zu bringen, damit sie von der Masse  gekauft werden können. Im wöchentlichen Takt werden neue Kollektionen  herausgebracht. Fast Fashion eine Maschinerie zum Leid der Umwelt. 

Definition zu Fast Fashion 

Es beschreibt Kleidung, die günstig und in kürzester Zeit produziert wurde, dem  aktuellen Modetrend entspricht und weltweit zu günstigen Preisen angeboten wird.  Dies wird vor allem von jüngeren und manipulierbaren Verbrauchern gekauft. 

Ursachen für Fast Fashion 

Im Jahr 1980 wurde die Quick Response Strategie eingeführt. Das Ziel war schneller  auf Marktentwicklung zu reagieren. Dadurch könnten Designer auf Trends und  Veränderungen in der Modewelt eingehen und Nachfragen nach bestimmten  Schnittmustern, Farben oder Textilien erfüllen. Es dient zur Gewinnmaximierung,  Expansion und auch der Kundenbindung. 

Problem mit Fast Fashion und Greenwashing 

Günstige Preise, um die Kunden locken. Qualität, die bis zur nächsten Kollektion  ausreicht. Fast Fashion bindet ihre Käufer in einen Zyklus, sodass der Konsum nie  aufhört. Warum sollte er auch? Schließlich gibt es immer wieder eine neue Auswahl  zu niedrigen Preisen. Aus vier Kollektionen schaffen es große Modeketten bis zu 12  Minikollektionen zu entwerfen. Mode wird dadurch zu einer austauschbaren  Ware. Der Verbraucher fördert die „Wegwerfgesellschaft“. Alles zur Belastung der  Umwelt. Während Produktionsprozessen werden hohe CO2-Mengen freigesetzt.  Häufig besteht die Kleidung aus synthetischen Materialien (Polyester, Polyamid, Nylon  etc.), welche aus Erdöl hergestellt werden und nicht umweltfreundlich erzeugt werden.  Bei Wäschen wandert Mikroplastik in die Meere und im Endeffekt wieder auf unseren 

Tisch. Ebenso werden Kleidungsstücke, die nicht wiederverwertet, sondern  umweltschädlich verbannt und viele Stücke laden auf der Mülldeponie. 

Natürlich haben sich die Modehändler etwas einfallen lassen, damit Käufer weiter  Kleidung kaufen. Um ihren Marken ein besseres und „sauberes“ Image zu geben,  werben Textilkonzerne mit „Nachhaltigkeit“ und „recycelten Materialien“. Bedeutet es  ich kann Kleidung konsumieren ohne schlechten Gewissen? Eher nicht, denn hierbei  handelt es sich um Greenwashing. Es ist eine psychologische Maßnahme, um ein  wirtschaftliches und gewinnorientiertes Unternehmen für den Verbraucher als  umweltfreundlich und nachhaltig gelten zu machen. Damit Kunden mit einem besseren  Gewissen Kleidung kaufen.  

Lösungsansätze für einen besseren Umgang mit Kleidung 

Im überdimensionalen Konsum ist Fast Fashion gefährlich für die Umwelt, für den  Geldbeutel und für jeden Menschen. Dennoch gibt es Möglichkeiten dem  Konsumverhalten entgegenzuwirken. Beim Einkauf auf unabhängige Siegel achten,  wie „blauer Engel“, „EU Ecolabel“ oder „Fairtrade (Baumwolle)“, welche  als Glaubwürdigkeit, Umweltfreundlichkeit sowie Sozialverträglichkeit eingeschätzt  werden und vom Umweltbundesamt empfohlen werden. Secondhand oder  Kleidertausch sind ebenfalls gute Maßnahmen, um Kleidung ein langes Leben zu  ermöglichen. „buy less, buy better“ ist ein Motto, dass auf Slow Fashion und die  Wertschätzung von Kleidung drauf abzielt. Mit unserem Handeln können wir viel  bewirken. Es wird Zeit, dass uns bewusst wird, welches Ausmaß unser Konsum hat.  Natürlich soll sich niemand genötigt fühlen teure Kleidung zu kaufen. Es zahlt sich  aus, den Verbrauch von intensiven und manchmal nutzlosen Textilien zu reduzieren. 


Quellen:

http://www.fastfashion-rjm-koeln.de/wusstensie.aspx

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