Der zerbrochene Krug von Heinrich Kleist – für die Einen eine Komödie über einen Gerichtsprozess, für die Anderen eine der Pflichtlektüren im Abitur. 

Am Abend des 25.02.2026 konnte man sich nun Kleists Werk als Theaterstück in der Stadthalle Göppingen ansehen. Draußen vor dem Eingang versammelten sich viele Schüler:innen, teilweise auch in Begleitung ihrer Lehrkräfte. Die Leute, die sich dazu entschieden hatten, in die zusätzlich angebotene Einführung zu gehen, gingen nun auch schon ins Innere der Stadthalle, denn die Einführung begann um 18:30 Uhr. Die Einführung wurde in einem seperaten Saal vorgetragen. Dort angekommen, konnte man das erste Mal an diesem Abend ein etwas älteres Publikum auffinden, dass sich wohl schon zuvor in den ersten Reihen niedergelassen hatte. Als alle Plätze in diesem Saal belegt waren und die Einführung startete, merkte man dennoch sofort, dass das Publikum an diesem Abend größtenteils aus Schüler:innen bestand, die wiederum aufgrund der Abi-Lektüre da waren. Los ging die Einführung, in der vor allem über die Zeit der Entstehung dieses Werkes, also über die Zeit zwischen 1802 und 1806, berichtet wurde. Gegen Ende der Einführung wurde dann noch ein kurzer Vorblick auf das gleich beginnende Theaterstück gegeben. Denn im Vergleich zur Lektüre entschied sich die Badische Landesbühne, die dieses Lustspiel für diesen Abend einstudiert hatten, Eves Monolog an den Anfang zu setzen. Dadurch erfährt das Publikum gleich zu beginn, was sich vor dem Gerichtsprozess abgespielt hat und wer also dann die Wahrheit sagt, und wer nicht. Ein dankender Applaus für die kleine Einführung und schon ging es in den großen Saal, der erstaunlicher Weise auch schon gut belegt war, und durch die Teilnehmer der Einführung dann auch fast restlos voll wurde. Viel Zeit blieb nicht, denn pünktlich um 19:00 Uhr standen auch schon die Schauspieler auf der Bühne. Auffallend war, dass die sechs Schauspieler stark geschminkt waren und sich wie Marionetten verhielten. Außerdem fand das ganze Theaterstück auf nur einer Kulisse statt. Manchmal gab es schwierigkeiten, die Schauspieler aus der letzten Reihe deutlich zu verstehen. Da es ebenso keine Pause gab, war auf alle Fälle zu merken, dass einige Schüler*Innen ins Foyer gingen und erst nach einiger Zeit wieder reinkamen. Im Großen und Ganzen hielt sich das Rein- und Rausgehen aber in Grenzen. Es schien, als würde bei den Schauspielern alles wie geplant ablaufen. Zum Schluss der Vorführung gab es dann noch sehr überraschend eine kleine, moderne Gesangseinlage, die einen fast wie aufgeweckt hatte, nachdem das Theaterstück bis hierhin relativ ruhig aufgebaut war. Es folgte ein großer Applaus von Seitens des Publikum, der an alle beteiligten der Badischen Landesbühne gerichtet wurde, und dann ging es nach ca. 90 Minuten Vorspielzeit wieder auf den Heimweg. Dieser gelungene Abend wird viele Abiturient:innen auf jeden Fall bis zu ihren Abiturprüfungen begleiten, und somit hat die Badische Landesbühne wirklich großes geleistet.




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