Foto: Danny Taing

Nachdem ein Großteil der rund 18 000 Musikfans die Festival Area vor der Mainstage am frühen Freitagabend des 26. Juli schon bei Trettmann aufgeheizt hatte, lockte die Band AnnenMayKantereit knapp eine Stunde später mit ihrem Auftritt ein noch größeres Publikum vor die größte Bühne des Juicy Beats Festivals.

Foto: Johanna Dörrie
Foto: Johanna Dörrie
Stimmungsvoller Abend bei der Mainstage

“Ich liebe seine Stimme, aber ganz besonders finde ich bei ihm, dass er das Publikum mit der Musik so in einen Bann ziehen kann. Er vermittelt einfach Gefühle”, schwärmt die 23-jährige Festivalbesucherin Anna. So scheint es einigen Besuchern gegangen zu sein. Sobald die Band die Bühne betrat, kreischte und jubelte das Publikum. Schon beim ersten Lied stimmte das textsicher Publikum mit ein und ließ sich von der Musik mitreißen.

Wer sich bei ruhigeren Songs nach hinten umdrehte, bemerkte, dass sich ein Meer aus Smartphone-Taschenlampen und Feuerzeugen gebildet hatte, die im Takt nach rechts und links schwenkten.

Auf dem Boden geblieben – trotz wachsendem Erfolg

Die Kölner Band spielt mittlerweile bis zu 120 Konzerte im Jahr, wie der Veranstalter preisgibt. Trotzdem nehmen sie sich auf dem Juicy Beats die Zeit, sich bei dem Publikum zu bedanken. “Ihr seid wunderbar”, ruft Leadsänger Henning May in die Menge, nachdem die Zuhörer bei dem Lied “Zuhause” den gesamten Refrain alleine gesungen hatten. 

Obwohl die Band die Rückwand der Bühne auch mit großen Bildschirmen ausgestattet hatte, besannen sich die Bandmitglieder bei einem Lied auch einfach darauf, den Takt auf einem einfachen Koffer anzugeben. Das Lied hätten sie gemeinsam im Urlaub geschrieben, ihr Schlagzeuger hatte deshalb nur einen Koffer, um es zu begleiten, erklärte Henning May. Auf dem Juicy Beats wollten sie es ganz bewusst einfach mit dem ursprünglichen Klang spielen.

Foto: Johanna Dörrie
Foto: Johanna Dörrie
Damit jeder auf seine Kosten kommt

Damit nicht nur das Publikum im ersten Wellenbrecher die Musiker hautnah erleben konnte, überlegte sich AnnenMayKantereit etwas ganz besonderes. Während einige Besucher im ersten Moment dachten, das Konzert wäre vorbei, liefen die Musiker von der Bühne durch einen kleinen Gang zwischen Zäunen bis zur Mitte des Publikums. Hier spielte die Band auf zusammengestellten Tischen für einige Minuten weiter – zwar mit weniger Technik als auf der großen Bühne, dafür aber mit ganz viel Leidenschaft.

 

Beitragsbild: Danny Taing




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