Ich befinde mich auf dem langen Weg nach Rügen und verbringe die Nacht auf einer kleinen Ziegenfarm irgendwo in Norddeutschland. Bevor ich am Morgen aufbreche, erzähle ich dem vom Leben gezeichneten gutherzigen Hirten, dass ich mich auf dem Weg zur youcoN befinde, wo sich junge Leute über nachhaltige Entwicklung informieren und austauschen wollen. Zum Abschied ruft mir der Mann zu: Danke, dass ihr versucht unsere Welt zu retten!

Bewegt hängt mir dieser Satz noch tief im Gedächtnis, als ich auf Rügen ankomme und die Veranstaltung beginnt. Es ist das erste Mal, dass ich mich auf einer Veranstaltung wie dieser befinde und ich bin überwältigt von den vielen angebotenen Vorträgen, Workshops, Diskussionsrunden und kreativen Arbeitsgruppen. Bunt und offenherzig kommen hier fast hundert junge Menschen zusammen. Der gemeinsame Austausch beim Essen, am Strand oder am Lagerfeuer beflügelt mich. Ein paar Schüler:innen tauschen sich darüber aus, wie sie Aktivismus an ihren Schulen gestalten können und sprechen sich gegenseitig Mut zu. Menschen, die nie zuvor ein Gedicht schrieben, trauen sich auf die Bühne und tragen ihre im PoetrySlam-Workshop verfassten Gedanken und Ängste vor und unter den Sternen am Meer wird reflektiert über Feminismus, die Bundestagswahl und die Klimakrise diskutiert.

Die Menschen sind so vielfältig wie ihre Formen des Engagements. Auf völlig unterschiedlichen Wegen gehen sie alle auf den gleichen Traum zu. Nach der Veranstaltung wieder in ganz Deutschland verteilt kämpfen sie doch Hand in Hand für das gleiche Ziel.

Danke, dass ihr versucht unsere Welt zu retten!

 

 

 



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