Hinweis: Diese Artikel ist ein Nachtrag zu unserem Thema „Nachhaltigkeit“

Der Lockdown tut dem Klima gut: Weniger Verkehr auf den Straßen, verringerte Produktionen in großen Fabriken und Reisesperren. Und zu guter Letzt erreicht Deutschland sogar dank des Virus sein Klimaziel 2020. Ein gutes Zeichen für die Umwelt. Aber wie wirkt sich der Gedanke von Nachhaltigkeit und Klimaschutz während der Pandemie im Lokalen aus?

Unverpackt und Second Hand einkaufen standen vor der Pandemie hoch im Kurs. Doch durch das Virus blieben bei geschlossenen Ladentüren die Kunden aus und aus dem Einkaufen aus zweiter Hand wurde massenhaftes Online Shopping. Ein Trend, der sich auch in den lokalen Geschäften bemerkbar machte: „Die HUMANA Shops waren monatelang geschlossen, in dieser Zeit waren der Umsatz und die Anzahl der Kunden naturgemäß auf null, was die Ergebnisse für das ganze Jahr stark getroffen hat“, lautete das Statement der Pressestelle der Second Hand Reihe HUMANA. „Die Corona-Pandemie hat verheerende Auswirkungen auf die gesamte Menschheit. Im Angesicht der Pandemie ist noch einmal deutlich geworden, dass ein nachhaltiger Lebensstil unbedingt notwendig ist.“ Und dennoch griffen viele aus Sorge, sich anstecken zu können, zu Plastikverpackungen.

Sorge um Ansteckung (un)begründet

Dass diese Reaktionen jedoch unbegründet sind, untermauert auch Öko-Test in einem Artikel zu sicherem unverpacktem Einkauf während der Corona-Krise. Die Schutzmaßnahmen würden von allen Mitgliedern eingehalten werden, so Gregor Witt, Vorsitzender des Berufsverbandes der Unverpackt-Läden. So gestalten sich die Auflagen beispielsweise bei dem Unverpackt-Laden Et Bönnsche Lädsche aus Bonn wie folgt:Händedesinfektion, maximal drei Kunden gleichzeitig im Laden, einmalige Benutzung von Abfüllhilfen, Tragen von Masken, Trennwände zwischen Kunde und Verkäufer und mehrmaliges Reinigen von Abfüllhilfen am Tag. Und dennoch berichten auch sie von „sehr negativen“ Auswirkungen der Pandemie auf den Nachhaltigkeitsgedanken.

Call & meet als Lösung?

Wie viele große Ketten, setzt auch HUMANA auf ein System des indirekten Einkaufes. „Soweit Terminbuchungen angeordnet werden, bieten wir vor allem call & meet an, für ausgewählte Shops auch click & meet. Click & collect bieten wir bisher nicht an, da die Kunden die Ware vor dem Kauf sehen möchten.“ Eine Möglichkeit, die aber nicht allen nachhaltigen Einzelhändlern, wie beispielsweise Et Bönnsche Lädsche zur Verfügung steht.

Wie sich die Corona-Pandemie dennoch in der Summe auf den nachhaltigen Einkauf auswirken wird, bleibt abzuwarten.

Bildnachweis: salutfromparis – pixabay.com




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