2022

 

du warst schrecklich und wunderschön.

Du hast mir Steine in den Weg gelegt ohne mir zu zeigen, wie man sie überwindet 

Ich habe nicht nachgefragt.

Du hast mich unglaublich traurig und unglaublich glücklich gemacht.

Du warst ein Jahr des Denkens, des Hinterfragens, der Verwirrung,

Hast mich an vielen Dingen und Menschen zweifeln lassen.

Stunden, Tage, Wochen sind vorbeigezogen,

und ich habe nur an die Zukunft gedacht, mich vor ihr gefürchtet.

Du hast mich zu viel an morgen denken lassen,

mich zu wenig in der Realität festgehalten

 

Du bleibst nicht mehr lange aber ich habe noch so viele Fragen.

Ich kämpfe immer noch mit dieser flauen Leere, dieser Angst

nicht zu wissen, was kommt und was mal werden soll. 

Manchmal verfliegst du einfach viel zu schnell.

Du hast mir gezeigt wie groß die Welt ist, 

wie viel es da draußen zu lernen gibt,

dass es sich lohnt, seine sicheren vier Wände zu verlassen. 

 

Du warst erschreckend, hast mich verunsichert,

mich in die Enge getrieben

Hast mich an Ansprüchen zerbrechen lassen und stumm zugesehen, wie ich versuche, wieder aufzustehen. 

Du hast mir vieles genommen.

Mir beigebracht, wie man verliert, zurücklässt, weitermacht.

 

Ich habe es mir nicht zugestanden, betroffen zu sein, traurig zu sein. 

Habe mir nicht erlaubt, es dir offen zu sagen.

Niemand sollte es sehen, nicht einmal ich selbst 

Hinter geschlossenen Türen hast du mich gebrochen

Mir meine Hoffnungen genommen 

Mich konfrontiert, bis ich nicht mehr weglaufen konnte

Und ich habe gelernt. Bin aufgestanden und lerne das Laufen neu.

 

Du warst Stress.

Purer Stress. 

Aber du hast mich überrascht,

 

Hast mir gezeigt, wie stark ich eigentlich bin. 

 

 



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