Was muss eigentlich passieren, damit die ITB stattfinden kann? Welche  Zahlen und Fakten gibt es? Ein Überblick.

Etwa 10 000 Aussteller gibt es auf der weltweit größten Tourismusmesse. Pro Quadratmeter Ausstellungsfläche kommt durchschnittlich ein Besucher zur ITB: Insgesamt sind es etwa 160 000 Menschen. Die Messe selbst macht einen Umsatz von sieben Milliarden Euro.

„Damit eine Messe so reibungslos funktionieren kann, bedarf es auch eines großen Teams für Technik, IT, Instandhaltung von Leitungen, und so weiter. Diese Bereiche nehmen die Besucher nur indirekt wahr, sie spielen aber eine große Rolle“, sagte Julia Wegener, PR-Managerin der ITB.

Ohne Logistiker gäbe es keine Messe

Den Grundstein legen die Logistiker, indem sie die Messe aufbauen. Und das ist bei 160 000 Quadratmetern und der Fülle an Technik, die benötigt wird, eine umfangreiche Aufgabe. Deshalb macht die Logistik auch den größten Teil des Personals der Messe aus. Das Team arbeitet sehr routiniert, sagt Wegener: „Da auf dem Gelände der Messe Berlin praktisch ganzjährig Messen stattfinden, beansprucht der eigentliche Aufbau der ITB nur wenige Tage. Allerdings wird natürlich schon rund zwei Wochen im Voraus Standmaterial angeliefert.“

Einen wichtigen Dienst leistet auch die Security. Insgesamt 250 Leute sind innerhalb der Gebäudes zum Beispiel für die Einlasskontrollen zuständig, 50 weitere ausserhalb der Messegebäude im Bereich des Nahverkehrs und der Shuttlefahrzeuge.

Einige Polizeibeamte sind ebenfalls auf der Messe eingesetzt. „Hauptsächlich ist natürlich die potenzielle Terrorgefahr auf einer solchen Großveranstaltung Grund für unseren Einsatz. Zusätzlich achten wir auf eventuelle andere Unruhen und auch auf Taschendiebe, die sich bekanntlich gerne an Orten mit so vielen Besuchern aufhalten“, sagt einer der Polizisten.

Viel zu tun in der PR-Abteilung

Ohne Werbung würde die ITB weder Besucher noch Aussteller anlocken. Die PR-Abteilung ist deshalb ebenso unverzichtbar für die Messe. Während des Tages arbeiten in der Presseabteilung des Medienzentrums der Messe etwa 30 Leute. Dazu sagt PR-Managerin Wegener: „Die Pressearbeit umfasst ein Team mit den unterschiedlichsten Positionen. Das Kernteam kümmert sich um sämtliche Presse-Anfragen und organisiert zum Beispiel die Eröffnungskonferenz. Zudem verfügen wir über ein Team, dass sich der Presseakkreditierungen annimmt, sowie eine Reihe von Berichterstattern und Fotografen, die die wichtigsten Veranstaltungen für uns abdecken.” Deren Texte und Fotos fließen dann in den sogenannten Newsroom der ITB ein.

Dieser Newsroom (newsroom.itb-berlin.de) erhält die Verbindung zwischen ITB, Medien und Influencern aufrecht. Mit der Veröffentlichung redaktioneller Beiträge informiert die PR-Abteilung über Aussteller und Highlights auf der ITB Berlin, während und nach der Messe. Zusätzlich ist die ITB auf Plattformen wie Facebook und Instagram vertreten. Unabhängig von der ITB-eigenen PR-Abteilung berichten insgesamt rund 5 000 Medienvertreter aus 76 Ländern sowie 450 Blogger aus 34 Ländern über die Messe (Stand 2017).

Werbung und Gebühren finanzieren die ITB

Die Messe finanziert sich durch unterschiedlichste Einnahmen. Den größten Anteil machen die Gelder für die Standvermietung aus. Hinzu kommen zahlreiche Formen des Messesponsorings, von kleineren Werbeformen bis hin zum offiziellen Partnerland der ITB Berlin, in diesem Jahr Mecklenburg-Vorpommern.

Weitere Zahlen, die auf den Statistiken der ITB 2017 basieren:

„Neben einer Ausstellerzufriedenheit von über 90 Prozent belegen allein die Zahlen: Hier treffen Angebot und Nachfrage am richtigen Ort zusammen“, wirbt ITB auf ihrer Webseite.

80% der Fachbesucher kamen 2017 aus dem Ausland, davon
20% aus Deutschland
56% stammten aus Europa
21% kamen aus Asien

Diese Branchen waren vertreten:
27% der Aussteller kamen aus dem Bereich der Reiseveranstaltung
19% aus der Fremdenverkehrsorganisation
18% waren Hotelunternehmen
16% stammten aus der Branche der Informations- und Reservierungssysteme

Hinzu kamen Reisebüros, Fluggesellschafen, Autovermietungen und andere.

Die wichtigsten Ziele der Aussteller waren, wie auch in den Jahren zuvor, „Neue Kontakte zur Tourismuswirtschaft“ und „Pflege bestehender Geschäftsbeziehungen“.